Einsame Trauminsel bei Phuket

Auf der kleinen Trauminsel Ko Yao Noi lässt es sich leben. In unserer kleinen Holzhütte in den Namtok Bungalows kann man so richtig die Seele baumeln lassen. Namtok bedeutet Wasserfall, für den es aber viel zu trocken war. Es tröpfelte nur.

Ko Yao Yai ist bereits als paradiesisches Urlaubsziel bekannt, was sich in den Preisen niederschlägt. Deshalb haben wir uns für die kleinere Insel Ko Yao Noi entschieden, die erst seit wenigen Monaten täglich mit Speedboat und Longtail-Boot angefahren wird. Ko Yao Noi ist daher nicht nur günstiger, sondern auch touristisch unerschlossen und ursprünglicher. So war auch unsere Anreise.

Die Fahrt nach Ko Yao Noi

Die Fahrt began in Phuket Old Town mit dem Local Bus, in dem kaum Touristen unterwegs sind. Für 50 Baht pro Person (ca. 1,30 Euro) sind wir von der Stadtmitte an den Bang Rong Pier gefahren. Die halbstündige Fahrt in dem offenen Gefährt war erlebnisreich. Immer wieder sind vom Straßenrand Fahrgäste eingestiegen, die größere Einkäufe, wie einen Flachbildschirm, Reifen oder auch genügend Fliesen um ein Bad zu kacheln in den Bus hievten. Mit Händen und Füßen kam sogar eine Unterhaltung zustande.

Local Bus
Local Bus

Das Boot vom Bang Rong Pier nach Ko Yao

Am Bang Rong Pier haben wir das Longtail-Boot leider verpasst. So mussten wir anstatt der gemütlichen und traditionellen Variante mit dem brandneuen, kleinen Speedboat übersetzen. Da das Boot tatsächlich stellenweise abhebt, um dann wieder mit voller Wucht auf die See zu knallen, war ich von der Fahrt ziemlich mitgenommen.

Am Manoh Pier angekommen wollte ich von den Mitfahrgelegenheiten erst einmal gar nichts wissen. Mir war es nach Laufen, auch wenn Alf und alle vorbeifahrenden Songthaews mir davon abrieten. Ein Songthaew ist übrigens ein Pritschenwagen, auf dem Sitzbänke montiert wurden. Wir sagen auch oft großes Tuk Tuk dazu, weil wir Songthaew immer noch nicht richtig aussprechen können.

Der Weg in die Stadt von Ko Yao Noi

Nach schweißtreibenden drei Kilometern erreichten wir den Market. So wird das Inselzentrum mit seinen 50 Häusern offiziell genannt. Zur Stärkung haben wir uns erstmal eine Tom Ka Suppe gegönnt. Während der Essenspause kam der Wunsch in uns auf, die weiteren fünf Kilometer nicht zu Fuß zurückzulegen. Da bei 35 Grad Mittagshitze keine Menschenseele auf der Straße zu sehen war, stellten wir uns mit unseren großen Rucksäcken einfach an den Straßenrand und warteten. Unsere Planlosigkeit ging auf und es sprach uns ein älterer Herr auf seinem Roller an. „Wait, wait“ sagte er und ist wieder davon gedüst. Nach drei Minuten war er mit einem Tuk Tuk wieder bei uns. Ich war zuerst nicht überzeugt davon, das diese Konstruktion uns und unsere vier Rucksäcke sicher an das andere Ende der Insel bringen würde. Als Alf meinte „Laufen oder Einsteigen?“ gab ich mir einen Ruck.

Meine erste Tuk Tuk Fahrt wird mir immer in Erinnerung bleiben. Ich bin zwar ein Angsthase, aber auch Alf hat zwischendurch große Augen gemacht, als das Tuk Tuk bergabwärts ziemlich heftig auf dem Boden aufgesetzt hat. Unser Fahrer trug übrigens Helm, wir nicht. Das hat mich zusätzlich verunsichert. Er nahm meine Angst jedoch sehr gelassen und fuhr sehr routiniert weiter. Alf hatte derweil Spaß und meinte, dass 200 Baht für Transport und Achterbahn echt fair wären. Ach was erzähl ich den, fahrt doch einfach mit uns. Unsere GoPro Fusion hat alles für euch als 360 Grad Video aufgezeichnet.

-Video-


Namtok ohne Nam

Ich war heilfroh als wir unversehrt an unserer Unterkunft, den Namtok Bungalows ankamen. Nam bedeutet Wasser in Thai und ein Namtok ist ein Wasserfall. Dies erfuhren wir jedoch relativ spät, denn von dem Namtok, der sich neben uns befand, sah und hörte man nichts. Wir suchten auch nach ihm, aber mussten leider feststellen, dass er zu diesem Zeitpunkt ausgetrocknet war. Er tröpfelte nur.

Die Anlage von unserer Unterkunft war wirklich schön und vor allem grün und lebendig. Keine gepflasterten Wege und Nachts hört man nur den Dschungel und die Tiere. Für uns eine ganz neue Erfahrung und besonders aufregend. Wir sind beide sehr naturverbunden. Wir haben uns schon lange vorher gefreut hierher zukommen und wurden nicht enttäuscht. Unser Gastgeber lag oft in der Hängematte und das machten wir ihm gerne nach. Ein tolles Lebensgefühl und wir wussten, hier sind wir richtig.

Namtok Bungalow Anlage in Ko Yao Noi
Namtok Bungalow Anlage in Ko Yao Noi

Unser Bungalow in Ko Yao Noi

Namtok Bungalow in Ko Yao Noi,Unser Badezimmer im Namtok Bungalow,Unsere schöne Hütte bei Nacht, Unsere hübsche Dschungelcamp-Hütte auf Ko Yao Noi

Da ich selbst davor nie Campen oder Zelten war, musste ich mich erst an die offene Bauweise unserer Hütte gewöhnen. Vor allem das luftige Bad samt Toilette und eiskalter Dusche war gewöhnungsbedürftig. Tiere aller Art sind da natürlich inklusive.

Dank Moskitonetz über dem Bett konnten wir trotzdem ungestört schlafen, aber außerhalb dieser Sicherheitszone war ich ein sehr beliebtes Opfer dieser kleinen Plagegeister. Ich hatte teilweise heftige allergische Reaktionen von den Stichen. Alf hatte mehr Glück, er wurde fast nie gestochen. Es stimmt also, der beste Mückenschutz ist ein Reisepartner der dauernd gestochen wird. Wenn wir damals schon mehr über Moskitoabwehr gewusst hätten, wär mir so mancher Stich erspart geblieben.

Trotzdem haben wir unsere eigene Terasse mit Hängematte direkt am kleinen See jeden Tag genutzt, vor allem um frische Kokosnuss zu schlürfen, die wir direkt von der Palme neben dem Haus ernten konnten. Auch Trinkwasser konnte man im Namtok kostenlos nachfüllen. Das spart insgesamt ziemlich Geld und reduziert den Plastikmüll. Die Namtok Bungalows empfehlen wir sehr gerne weiter. Wer Natur und Ruhe sucht wird sie hier finden.

In so ’ner Hängematte baumelt auch die Seele gut.

Alf beim Baumeln

Roller oder Radtour auf Koh Yao Noi?

Die Insel ist nicht besonders groß und daher entschieden wir uns anstatt des Rollers lieber zwei Mountainbikes zu mieten. Ein Roller hätte uns für einen ganzen Tag 250 Baht gekostet, die zwei Fahrräder 400 Baht. Da es aber recht ordentliche Mountainbikes waren, fanden wir den Preis für einen Tag in Ordnung. Leihen konnten wir die Bikes in einem kleinen Souvenierladen am Tha Khao Pier nur 500 Meter vom Namtok entfernt. Die Vermieterin gab uns noch Tipps auf den Weg. Die empfohlenen Reisfelder waren leider ähnlich ausgetrocknet wie der Wasserfall, aber der Blick über die grünen Hügel der Insel war toll.

Am Straßenrand sahen wir neben freilaufenden Kühen auch viele Gummibäume und Kokosnusspalmen. Kautschuk, Kokosnüsse und die Fischerei sind neben dem Tourismus die Haupteinnahmequelle der Inselbewohner, die übrigens ausnahmslos sehr hilfsbereit und freundlich sind. Wir wurden auf der Insel mehrfach auf dem Pickup mitgenommen, ohne dass die Fahrer je einen einzigen Baht dafür akzeptiert hätten.

So ursprünglich und besucherfreundlich haben wir uns die kleine Insel nahe dem Touristenmagnet Phuket gar nicht vorgestellt.

Nach einigen Steigungen haben wir dann ziemlich verschwitzt den Market erreicht. Dort findet man nicht nur Shops und kleine Restaurants, sondern auch ein Tattoostudio, das uns beiden sofort gefallen hat.

Alf hat sich vor allem für ein traditionelles Bambus-Tattoo interessiert, während mein filigranes Wunschmotiv mit Schattierungen besser mit Maschine gestochen werden sollte. Wir haben gegen eine Anzahlung gleich einen Termin am nächsten Tag bekommen. Das Ergebnis seht ihr im Artikel Machine vs. Bamboo.

Nach einer Stärkung fuhren wir weiter an der Küste entlang. Vom Südzipfel der Insel kann man sehr gut den Traumstrand auf Ko Yao Yai sehen. Von dort aus fahren auch Taxiboote ab 50 Baht pro Person an den weißen Traumstrand, aber das hatten wir zeitlich nicht eingeplant. Außerdem war es wahnsinnig heiß und unsere Trinkreserven gingen zuneige.

Kleine Führung im heimischen Garten

Grund für unseren nächsten Stopp mit einer angenehmen Überraschung. Im Coffee Time by Amalena gab es zu den bestellten Eistees nicht nur eine Führung durch den riesigen Garten. Die stolze Besitzerin hat uns noch von allen erdenklichen Früchten probieren lassen. Einige davon konnten wir sofort bestimmen. Wir müssen aber zugeben, dass wir bis heute nicht alle Versucherlen bestimmen können.

Der Garten war einfach wundervoll. Die nette Dame hat uns noch einige Sträucher gezeigt und mit Handbewegungen verständlich gemacht, dass man die Früchte nicht essen kann. Jedoch sind es die Lieblingspflanzen von Schmetterlingen. Ich war vollends verzaubert. Was für eine tolle Frau.

Sollten wir nochmal auf Ko Yao Noi landen, dann ganz sicher auch in einem Bungalow im Amalena. Ach, und wie ihr gerade vielleicht herausgehört habt. Wir haben uns ganz prächtig miteinander unterhalten, obwohl die freundliche Gastgeberin nicht ein einziges Wort Englisch oder Deutsch konnte. Wirklich alles ganz easy auf Ko Yao Noi.

Saubere und leere Traumstrände

Unser letzte Etappe ging dann an den Hauptstränden der Insel vorbei, vor allem dem wunderschönen Klong Jark Beach. Obwohl hier bereits einige Hotels und Resorts eröffnet haben, sind die sauberen Traumstrände menschenleer. Hier findet man wirklich noch unberührtes Paradies und ungetrübten Badespass.

Wir haben das damals etwas zu selbstverständlich genommen, aber nach duzenden Inseln mit vermüllten Stränden sehen wir es fast schon als ein Wunder, dass Ko Yao Noi so sauber ist.

Ich denke dieses Paradies sollte man besuchen, solange es noch nicht verbaut ist. Wie wir auf der Insel von einem deutschen Hotelmanager erfahren haben, lässt der Massentourismus auch hier nicht mehr lange auf sich warten. Wäre dem nicht so, hätten wir niemals einen Artikel über Ko Yao Noi geschrieben, sondern das kleine Paradies für uns behalten.

Das war es schon wieder. Die Woche ging viel zu schnell rum. Wir hätten ohne zu zögern verlängert, aber wir möchten auch nicht träge werden, sondern weitere Trauminseln besuchen. Als nächstes steht deshalb eine Bambushütte im Dschungel auf Ko Lanta auf unserem Reiseplan. Wir hoffen Ihr seid wieder mit dabei.

Unsere Hütte in Ko Yao Noi
Unsere Hütte in Ko Yao Noi

Interessante Artikel über Ko Yao Noi zum weiterlesen

Ko Yao Noi wird auch bei Viel unterwegs als touristisch unerschlossene Insel beschrieben. Gerade weil das Paar etwas anders unterwegs ist als wir, ist der Artikel eine gute Ergänzung.

Einen weiteren Blogpost, der klar auf das kleine Inselparadies zeigt, findet ihr bei Kommwirmachendaseinfach. Bolle und Marco haben den Reise-Tipp für Ko Yao Noi mit schönen Urlaubsbildern garniert.

Einen tollen Überblick über Ko Yao Noi findet ihr bei Klick-Thailand. Der kleine Insel-Guide enthält Infos über die Strände und Sehenswürdigkeiten der kleinen Trauminsel.

Obwohl Phuket Old Town im Herzen von Phuket Stadt liegt, hat das Viertel einen eigenen Artikel verdient. Erstens haben wir dort unsere Kokosnuss-Omi kennengelernt, die interessante Geschichten auf Lager hat. Zweitens gibt es am Wochenende eine Walking Street mit Streetfood bis zum abwinken. Ach und drittens ist es dort auch unter der Woche schön.

Von unserer Unterkunft oder besser Absteige, direkt gegenüber vom Phuket Hospital aus sind wir trotz duzender Angebote von Mototaxis in Richtung Old Town gelaufen. Es sind nur drei Kilometer und es gibt sogar Gehwege. Das war neu für uns. An manchen Stellen sind die Strommasten so gesetzt, dass man über den hohen Bordstein runter und danach wieder raufklettern musste, aber insgesamt war der Weg ohne Überraschungen.

Das Stadtbild von Phuket Old Town

Phuket Old-Town ist zu erkennen an den bekannten und liebevoll gepflegten Häusern. Sie sind geprägt vom portugiesischem Baustil und verleihen diesem Viertel seinen markanten Charakter. Alte Gebäude wurden restauriert und dienen heute als Museen oder Wohnhäuser.

In den Straßen befinden sich schöne Hostels, gehobene Gastronomie und natürlich unsere Kokosnuss-Omi, die wir aber erst später kennengelernt haben. Es gibt auch alte Häuser im chinesischem Stil, die genau ins Stadtbild passen.

In den Straßen der Altstadt findet man sogar noch echte Handwerkskunst, wie die alten Druckereien oder Ateliers. Phuket Old Town steckt voller Geschichte und ist einen Besuch wert, wenn man etwas anderes von Phuket sehen möchte. Unter der Woche ist wenig los und die Stadt lädt zum verweilen ein.

Portuguese buildings in Phuket Old Town
 Gebäude im portugiesischem Stil in Phuket Old Town

 Essen und Shopping in Old Town

Schon in den Straßen vor Old Town reihen sich die Einkaufsmöglichkeiten aneinander und an jeder Ecke bekommt man einen Snack oder Shake. Nicht nur die Läden sind hübsch, sondern auch die angebotenen Produkte. Es wird viel Wert auf Handgemachtes gelegt. Batikklamotten, selbstgeschnitze Seifen, verzierte Kokosnussschalen und vieles mehr gibt es zu kaufen. Alles ohne aggressives Werben. Das findet in Phuket Old Town gar nicht statt, selbst die Tuk Tuk Fahrer und Mototaxis sind sehr zurückhaltend.

Je weiter es in Richtung Mitte des Viertels geht, desto höher werden selbstverständlich die Preise. Die Restaurants sind für uns Backpacker etwas zu teuer, aber die Lokale sahen sehr schön aus und waren genau wie die anderen Häuser in Old Town aufwendig renoviert. Wir verbrachten hier gerne ein paar entspannte Stunden.

Kein Vergleich dazu ist es am Wochenende, besonders am Sonntag. Dann wird die Thalang Road abgesperrt und dafür ein großer Markt eröffnet. Bekannt auch als die Walking Street.

Wat Mongkol Nimit

Der buddhistische Tempel in Phuket Old Town Wat Mongkol Nimit befindet sich wie viele Tempel in Südostasien direkt neben einer Schule. Wer ihn nachmittags zum Schulschluss besucht, erlebt die quirligsten und chaotischsten Momente des Tages. Ein spitzenmäßiges Unterhaltungsprogramm mit viel lachenden und neugierigen Kindern.

Wat Mongkol Nimit

Buddhistischer Tempel in Phuket Old Town

Link

Der Tempel selbst war nichts besonderes, uns hat aber die Atmosphäre dort sehr gut gefallen. Das Miteinander von Mönchen, Eltern und Kindern fanden wir inspirierend.

Die beste Kokosnuss in Phuket Old Town

Nach dem Besuch des Tempels entschieden wir uns wieder in die Stadt zu laufen. Der Weg war uns nicht unbekannt, aber wir wurden auf einen witzigen Stand am Straßenrand aufmerksam. Eine dekorierte Kokosnuss mit Sonnenbrille. Als dann noch die Besitzerin mit einem Lachen vor uns stand, wussten wir: Hier trinken wir eine Kokosnuss.

Es war das erste Mal, dass wir einen Löffel dazu bekamen und ich kam mir etwas dämlich vor, dass ich sonst immer die Kokosnuss komplett zerlegt habe, obwohl sie super zum Löffeln ist. Serviert wurde sie uns von einer älteren Dame, die wir liebevoll unsere Kokosnuss-Omi nennen. Sie spricht perfekt Englisch und konnte sogar mit ein paar deutschen und russischen Sätzen beeindrucken. Eine wirklich belesene und sehr intelligente Frau, deren Geschichten und Weisheiten wir gerne hörten. Bis heute beherzigen wir ihren Rat:

Die Kokosnuss gehört zu den gesündesten Lebensmitteln die es auf dieser Welt gibt und steckt voller Vitamine und natürlicher Elektrolyte. Wir lieben Kokosnuss bis heute und können uns gar nicht vorstellen, mal in Ländern unterwegs zu sein, in denen es keine Kokosnüsse gibt.

„Stay healthy. Drink Coconut every day.“

Unsere Kokosnuss-Omi aus Phuket

Am Abreisetag von Phuket City machten wir uns erneut auf den Weg zu ihr, denn der Local Bus fährt von der Ranong Road, die in Phuket Old Town liegt. Wir genossen nicht nur eine letzte leckere Kokosnuss, sondern noch den extra Service, dass sie den Bus für uns an der Straße anhält. Mit unserem schweren Gepäck wirklich eine Wohltat, aber auch ein neuer Eindruck wie das hier in Thailand läuft. Einfach den Bus abpassen und einsteigen. Vorausgesetzt man kann Thai lesen, ansonsten sollte man doch lieber zur Busstation laufen.

Der Sirikit Park und das B Cat Cafe

Der Sirikit Park liegt direkt um die Ecke und wurde zu Ehren der Königin erbaut. Wir sind eigentlich eher zufällig auf dem Weg zur Post – ein Paket aus Thailand nach Deutschland zu verschicken ist eine eigene Geschichte – vorbeigelaufen und haben die Chance genutzt ein paar Minuten dort Rast zu machen und den berühmten Drachen mit der Flosse auf uns wirken zu lassen.

Nur ein paar Meter weiter haben wir das nächste Highlight entdeckt. Das B Cat Cafe ist einer der besonderen Orte in Phuket Old Town. Es gibt neben Kuchen und Kaffee auch Thai Food dort, was alles nebensächlich ist. Denn im B Cat Cafe leben wie der Name schon sagt in etwa 30 Katzen.  Da wir früh zur Post wollten, hatte das Katzenhaus leider noch geschlossen und wurde gerade geputzt. Dafür konnten wir den Katzen hinter der Scheibe zuschauen, wie sie kollektiv einem Wasserstrahl hinterherschauen.

Das hat uns eine Weile so gut unterhalten, dass wir später nochmal hin wollten. Wir wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass uns unser Paket doch etwas länger beschäftigen würde.

Allen Katzenliebhabern sei also ein Besuch nach 11:00 Uhr ans Herz gelegt, außer Montags da ist Ruhetag im B Cat Cafe in Phuket Town. Einen interessanten Artikel über das Katzenhaus findet Ihr auch auf Phuket.com.

Das war es nun in Phuket. Trotz unserer kargen Unterkunft hatten wir eine tolle Zeit mit schönen Erlebnissen. Jetzt geht es mit dem Local Bus an den Pier und von dort aus mit dem Longtailboot auf unsere erste Insel Ko Yao Noi. Ich hoffe ihr seid wieder mit dabei.

Vom Traumstrand zum Albtraum

Vom Naiyang Beach ging es weiter nach Phuket City. Wir wollten nach den gemütlichen Strandtagen etwas mehr Action. Aber vor allem haben uns die Tempel, die berühmten Strände Patong und Karon Beach sowie Phuket Old Town interessiert. Doch schon bei der Ankunft waren wir ein kleines bisschen geschockt.

Die Fahrt nach Phuket City dauerte fast eine Stunde, war sehr komfortabel und mit 500 Baht außerordentlich fair, die unsere Gastgeberin im Baan Rom Pruk dafür berechnet hat. Diesen Preis wird man direkt am Flughafen wahrscheinlich nicht bekommen, etwa 600-800 Baht sollten üblich sein. Der Airport-Bus hätte uns für 200 Baht gebracht. Vom Bus-Terminal zum Hostel in der glühenden Hitze eine Stunde mit vollem Gepäck, das haben wir uns aber lieber auf diese Weise erspart. Noch sind wir ja am eingewöhnen.

In Phuket City erwarten uns erst einmal einige Überraschungen. Zum ersten mal asiatisches Stadtleben mit Straßenhunden, Lärm und Gestank war schon viel für Jana. Aber die größte Überraschung war unsere neue Unterkunft, die wir hier nicht namentlich nennen möchten. Vorweg, wir sprechen unseren Gastgebern in Phuket City keine Empfehlung aus.

Die Absteige

Der Eingang zum Hotel ging durch das Restaurant, in dem keine Menschenseele zu sehen war. Dafür wurde einem schlecht von dem üblen Geruch, den wir zuerst nicht zuordnen konnten. Erst später am Abend haben wir die vergammelte Durian entdeckt, die ihrem Namen „Stinkfrucht“ zur Ehre diesen ekelerregenden Gestank im ganzen Haus verteilte.

Etwas widerwillig und lustlos führte uns ein Junge zu unserem Zimmer. Auf den ersten Blick war der Raum sauber. Er enthielt nicht mehr als eine Matratze, einen Mülleimer, eine wackelige Kleiderstange und einen Wandventilator. Also haben wir eingecheckt und unsere Gastgeberin und Taxifahrerin dankbar verabschiedet. Sie war noch so lange bei uns geblieben um sicher zu gehen, dass wir gut versorgt sind. Liebe Menschen im Baan Rom Pruk. Unsere ersten Gastgeber am Naiyang Beach können wir wirklich empfehlen.

Unser Zimmer in Phuket City

Die auf dem Boden liegende Matratze ist mit ungewaschener Bettwäsche überzogen. Der muffige Geruch und die Flecken sind nicht gerade einladend. Wir beschließen für ein erstes Nickerchen mal die Hüttenschlafsäcke rauszuholen. Genau dafür haben wir sie gekauft. Die Hitze im Raum ist übel, also zuerst auf die Toilette und abduschen.

Die Toiletten sind für uns Europäer gewöhnungsbedürftig. Es gibt kein Klopapier und wenn man welches hätte, dürfte man es nicht in die Schüssel werfen, sondern in den Eimer. Da müffelt es so vor sich hin. Dafür gibt es praktische kleine Duschen, die zum hinten durchputzen gedacht sind, aber mindestens genau so gut zum abspritzen der Örtlichkeit vor und nach dem Geschäft funktionieren. Naja, man gewöhnt sich mit der Zeit daran kein Klopapier zu haben.

An die Duschen, den stinkenden Müll und das Becken, in dem eine Woche lang ein blauer Zahnputzbecher einsam seine Runden gedreht hat, wollten wir uns nicht gewöhnen. Wir waren trotzdem mindestens zwei mal duschen am Tag. 

Der Feuerkoch von Phuket City 

Nach einem etwas ausgedehnteren Nickerchen von einigen Stunden, hatten wir richtigen Hunger. In direkter Nachbarschaft waren alle Garküchen und die Essensstände nur mit Fleisch, also mussten wir einige Meter durchs nächtliche, unbekannte Phuket. Die Straßenhunde wollten zwar nichts von uns, aber in Rudeln waren sie Jana schon etwas ungeheuer. Nach einigen Küchen ist uns der Feuerkoch ins Auge gefallen. Er hat richtig Spaß daran, seine Küche anzuzünden, wie ihr im Titelbild sehen könnt. Er hat uns auch den Abend gerettet mit zwei mal gebratenem Reis mit Gemüse für 50 Baht. Wasser auf Eis und Feuershow gab es umsonst.

Die Nächte in Phuket Town

Nicht nur der erste Eindruck der Unterkunft war unangenehm. Auch die Nächte in Phuket City waren derb.Direkt vor dem Gästehaus ist ein kleiner Bremshügel, der seinen Zweck verfehlt. Er wird zum Schanzen benutzt, Anlauf dazu gibt es direkt vor unserem Fenster. Wer noch nie in Thailand war: Mofas und Roller können laut sein, sehr laut, nachts sogar noch lauter. Manchmal dachten wir, draußen würde ein Motorradrennen stattfinden.

Die Polizei von Phuket hat zwar ihre gesamten Gebäude von der Touristen Polizei bis hin zur Forensik an dieser Straße entlang, aber die Verkehrspolizei ist selten zu Hause, sondern nimmt am Patong-Beach rollerfahrenden Touristen etwas Geld ab. Im Artikel Roller fahren in Thailand schreiben wir dazu ausführlich. Für alle, die Spaß auf zwei Rädern haben, ob Skooter oder Fahrrad.

Oh, aber das war nicht alles an Geräuschkulisse. Unsere Nachbarin hat sich nach kurzer Absprache lautstark mit einem italienischen Mitbewohner vergnügt. Sie hatte öfters Vergnügen mit Gästen direkt hinter der dünnen Wand im Nebenzimmer und zuletzt waren da noch die Handywecker um jede erdenkliche Uhrzeit, von weiterreisenden oder den Thais, die im gegenüberliegenden Krankenhaus Dienst hatten. Klingelten manchmal eine Ewigkeit, wahrscheinlich weil sie selbst Ohropax benutzen. Abendliches Thai-TV und Gerüche der eigentlich verbotenen Zimmer-Küchen hatten wir übrigens auch.

Positiv bleiben 

Wir möchten uns auch nicht zu viel beschweren, es war nach unserer tollen Unterkunft einfach ein Schock und wir waren enttäuscht vom Personal. Auf der anderen Seite schätzen wir, wie gut es uns geht. Wir können weiterziehen, für andere Bewohner ist dieses Gästehaus ihr zu Hause. Es ist einer der günstigsten Unterkünfte in Phuket City und für viele die einzige Möglichkeit in der Nähe ihrer Arbeitsstelle wohnen zu können. Gerade für die jungen Frauen ist es eine Chance auf eine bessere Zukunft.

Das günstige und reichliche Frühstück war übrigens der Pluspunkt der Unterkunft. Es gab Reis mit Gemüse oder Tofu und – wir haben es leider zu spät bemerkt – etwas Fischsoße für 40 Baht . Wasser und Gewürze bekamen wir ebenfalls dazu. Im Artikel Essen in Thailand mehr zum Thema vegane und vegetarische Ernährung und was man macht, wenn es danebengeht.

Rang Hill und Wat Khao Rang Samakkhitham

Für unseren ersten Tempelbesuch in Thailand sind wir sehr früh aufgestanden. Erstens wollten wir das schöne Licht am Morgen auf Bildern festhalten und zweitens verbrennt man in den Mittagsstunden bei solchen Expeditionen viel zu schnell.

Von der Unterkunft ging es nur ein paar hundert Meter steil einen Berg hinauf zum Wat Khao Rang Samakkhitham. Einige Mönche wurden gerade mit dem Roller hochgefahren und ich kann es ihnen nicht übel nehmen, es ist auch um diese Uhrzeit schon ziemlich heiß.

Bevor wir die Treppe zum Tempel hochsteigen, ziehen wir uns in den Toiletten um. Ich habe zum Glück eine Zip-Off Hose und mein T-Shirt ist ausreichend. Wichtig ist, dass die Knie und Schultern bedeckt sind. Im Artikel Tempelbesuch haben wir einige Regeln und Tipps für euch zusammengefasst.

Phuket Rang Hill
Phuket Rang Hill

Unser Fazit und wie es weitergeht

Unserer Unterkunft in Phuket City hatte über das Frühstück hinaus positive Seiten. Der kurze Fußweg zu einem wunderschönen Tempel, dem Rang Hill Viewpoint und die zentrale Lage zu einem günstigen Preis. Besser gesagt es ist eine der billigsten Unterkünfte in ganz Phuket.

Für uns war diese Erfahrung bereichernd.  Sie hat uns beide abgehärtet, für das was noch kommt. Unser nächstes Abenteuer war die Weiterreise nach Ko Yao Noi mit dem Phuket Local Bus. Seid wieder dabei! Ein ausführlicher Artikel zum Wat Khao Rang findet ihr bei uns auch auf der Seite. 

Phuket hat einen schlechten Ruf, wenn eine ruhige, familienfreundliche Strandlage gesucht ist. Man kennt den Patong Beach und den Karon Beach, den Naiyang Beach dagegen kennt fast keiner. Für uns war der wunderschöne und ruhige Strand beim Phuket Airport der optimale Start unserer Weltreise. Die gebuchten drei Nächte haben wir deshalb um zwei Nächte verlängert.

Zum Glück sind wir mit unserem Blog in Verzug und schreiben diesen Artikel erst jetzt. Wir waren nun drei Monate in Thailand und einen Monat in Kambodscha unterwegs. So haben wir einen Vergleich, was Unterkunft, Essen und Preise betrifft. Nach vielen Stränden, Inseln und Unterkünften denken wir immer noch gerne an den Naiyang Beach zurück. Viele Dinge, wie die Freundlichkeit der Menschen, das günstige und gute Essen und die blitzsaubere Unterkunft wissen wir heute um so mehr zu schätzen.

Baden in der Flugschneise

Plane at Phuket Airport, Naiyang Beach - Image Credit: IamDoctorEgg / Shutterstock.com
Plane at Phuket Airport, Naiyang Beach – Image Credit: IamDoctorEgg / Shutterstock.com

Der Naiyang Beach liegt direkt am Phuket Airport und man sieht die Flugzeuge manchmal im Minutentakt ankommen. Wir haben trotzdem drei Tage gebraucht, die Nähe des Flughafens überhaupt zu bemerken, denn die Wellen schlucken den Fluglärm ohne Probleme. In unseren 10 Gehminuten entfernten Unterkunft waren die Flugzeuge nicht zu hören.

Direkt in der Flugschneise baden zu gehen ist natürlich etwas lauter, aber dafür geben die großen Flieger einem den Extra-Badekick. Wir haben es nicht ausprobiert und uns lieber um die Ecke gelegt, wo es ruhiger und auch schattiger war. Man verbrennt hier sehr schnell in der Sonne und auf Sonnencreme wollten wir erst einmal verzichten.

Wunderschöner Badestrand, der einsame Naiyang Beach

Der Naiyang Beach ist wunderschön, sehr sauber und überraschend leer. Das türkisblaue Wasser hat angenehme Badetemparatur. Man kann weit auf dem leicht gröberen Sand rauslaufen und perfekt schwimmen am Naiyang Beach. 

An manchen Strandabschnitten ist man für einige Zeit alleine. Der vordere Bereich des Strandes liegt direkt an der Flugschneise zum Phuket Airport. Trotz Fluglärm ist es dort oft mehr los als ein Stück weiter, dort wo die Wellen die einzige Geräuschkulisse sind. Einige Zeit haben wir dort an einem schönen Schattenplatz alleine verbracht. Erst im hinteren Bereich, wo auch einige schöne Strand-Restaurants und eine handvoll Resorts zu finden sind, ist wieder etwas mehr los.

Keks at Naiyang Beach in Phuket
Keks am Naiyang Beach in Phuket

Sauberer und familienfreundlicher Strand

Die Sauberkeit kommt nicht von ungefähr, erstens gehört der Naiyang Beach zum Sirinat National Park und zweitens gibt es regelmäßige Reinigungsaktionen, bei denen angespültes Strandgut und vor allem liegengebliebene Überreste eingesammelt werden. Wir haben uns sehr gerne daran beteiligt. Wer sich darüber informieren möchte, findet aktuelle Aktionen in der Green Nai Yang Group auf Facebook.

Der Strand ist familienfreundlich, schließlich gibt es auch keine Feiermeile wie am Patong Beach.  Es gibt allerdings eine ganze Menge friedliche Strandhunde, die bei ihrer Siesta manchmal nicht gestört werden möchten.

Keks am Naiyang Beach
Keks am Naiyang Beach

Garküchen und Frühstücksuppe

Die Restaurants direkt am Strand waren für uns Backpacker etwas zu teuer, für zwei Gerichte und zwei Wasser ist man dort schnell 10-15 € los. Wir sind lieber ein paar hundert Meter die Thep Krasat Tri-Nai Yang Road in das muslimische Vorörtchen Ban Wong Li gelaufen, da kostet alles die Hälfte und schmeckt auch leckererer. Angenehmer Nebeneffekt: man unterstützt kleine Garküchen und einheimische Familien anstelle großer Resorts oder Investment-Gruppen. Etwas, was wir in unserem Travel-Codex inzwischen ausgearbeitet haben.

Die Khao Tom Soup in veganer Ausführung ohne Fleisch, Fisch oder Ei kostet nur sensationelle 10 Baht (ca. 30 cent). Mit etwas Mango-Klebreis, für 5 Baht zum Nachtisch, hält das Frühstück den ganzen Tag an. Einmal hatten wir jeder zwei Suppen, da war aber dann auch echt die Füllgrenze erreicht.

Wasser und alle Möglichkeiten zum Nachschärfen stehen auf dem Tisch, wie wir es von guten Straßenküchen inzwischen gewohnt sind. Das Frühstücksangebot gilt übrigens für Frühaufsteher ab 5:30 und endet für Langschläfer erst am späten Vormittag. Wer sicher sein will, geht lieber vor 10:00 Uhr hin.

Wenn die Suppe ausverkauft ist, ist es in Ban Wong Li ruhig. Um die Mittagszeit ruht ganz Ban Wong Li sich aus. Vom Nachmittag bis in die späten Abendstunden findet man dort gute Straßenküchen mit Pad Thai und Gebratenen Reis, beides ohne Fisch und Ei für 50 Baht (ca. 1,50 Euro) und Roti mit Banane, den typischen thailändischen Pfannkuchen für 40 Baht. An den Obstständen bekommt man für 100 Baht einen Arm voll Bananen, 1 Pfund Drachenfrucht, 1 Pfund Charon und eine Mango. Mehr über thailändische Früchte übrigens bald hier im Blog.

In Ban Wong Li haben wir übrigens auch zum ersten Mal unsere Wäsche gewaschen. Viel haben wir ja nicht dabei, wie ihr bald auf unserer Packliste sehen werdet. Der Wäsche Self-Service kostete 20 Baht, das flüssige Waschmittel 10 Baht also knapp einen Euro zusammen. Aufhängen konnten wir die Wäsche in unserer Unterkunft dem Baan Rom Pruk. Komfortable Unterkunft mit sehr freundlichen Gastgebern. Das Baan Rom Pruk empfehlen wir euch auch gerne weiter. In unserem Artikel Start in Thailand gibt es ein paar Bilder und Infos zu den Bungalows.

Die ersten Bilder und Videos

Am Naiyang Beach haben wir auch das meiste Equipment zum ersten Mal richtig getestet. Wir hatten viele der technischen Ausrüstungsgegenstände recht kurzfristig erst bekommen. Insbesondere auf die Sony Alpha 7 S II mit dem Motorzoom und die GoPro Fusion 360 Grad Kamera waren wir gespannt. Die ersten Bilder seht ihr bereits. Die Videos kommen bald.

Als wir am Mittwoch vom Strand kamen, war die Straße ungewohnt belebt. Ein paar hundert Meter vom Strand entfernt haben wir dann erkannt, warum so viele Autos und Moppeds unterwegs sind. Es ist Markt. Der Markt am Naiyang Beach ist zwar nicht riesig und die vegetarischen bzw. veganen Möglichkeiten sind dort sehr eingeschränkt, aber immerhin konnten wir uns günstig mit Obst eindecken. Für das Kilo gelbe Mangos 80 Baht war natürlich ein Traum für uns. Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt, täglich Ananas, Mango und Kokosnuss zu essen.

Fruits at Naiyang Beach Market
Früchte am Naiyang Beach Markt

Der Markt ist übrigens immer Mittwochs und Freitags abends, an allen anderen Tagen gibt es nur einen einzigen Stand mit etwas Obst. Für größere Auswahl muss man nach Ban Wong Li.

Die Fahrt nach Phuket City

Unsere Gastgeberin war es auch, die uns für 500 Baht nach Phuket City gebracht hat. Das ist fair. Am Flughafen zahlt man zwischen 600 und 800 Baht. Sie hat uns direkt zu unserer nächsten Unterkunft gebracht und ist erschrocken, was wir uns für eine Unterkunft in Phuket City gebucht haben. Ihr werdet auch Augen machen im nächsten Artikel.

Unsere ersten Tage als Digital Nomaden in Thailand

Wir sind gerade auf Weltreise gestartet. In unseren ersten Tagen in Thailand haben wir bereits einiges über thailändisches Essen, Moskitos, Geckos, schöne Pflanzen und leckere Früchte gelernt. Einige der ersten Erfahrungen in Thailand erzählen wir euch in diesem Artikel. Unsere ersten Tage auf Weltreise.

In Köln waren es noch Minusgrade. Wir hatten unsere Jacken und Pullover schon weggepackt, wurden dann aber mit einem schlecht organisierten Bustransfer zum Flieger gebracht und durften so nochmal kräftig bibbern. Der Flug mit Eurowings war ohne Überraschungen. Wie gebucht hatten wir auch eine vegane Zwischenmahlzeit und ein Abendessen an Bord. Für einen 200-Euro-Direktflug von Köln nach Phuket ein faires Paket.

Zehn Stunden später um 5:00 Uhr thailändischer Zeit (wir sind Deutschland 6 Stunden voraus in Thailand) sind wir in Phuket gelandet. Etwas übernächtigt, aber bereit für die ersten Schritte im neuen Leben als dauerreisende Backpacker und Travel-Blogger. Am Phuket Airport haben wir eine Flut an Tuk Tuks und Taxis erwartet, es standen aber lediglich ein paar Busse für unsere Mitreisenden bereit. Sie wohl alle einen Transfer vom Flughafen weg gebucht gehabt.

Das erste Frühstück

Unsere erstes Frühstück haben wir da eingenommen wo unsere Füße schlapp machten. Etwa nach der Hälfte des Weges kapitulierte Jana mit 27 Kilo Gepäck auf den Schultern. Ich hätte es mit meinen 30 Kilo noch 50 Meter weiter geschafft.

Aber so kamen wir zu unserer ersten Frühstückssuppe. Die thailändische Reissuppe Khao Tom Soup wird auf der Karte oft mit Porridge übersetzt. Eine Suppe kostete uns 40 Baht, ungefähr ein Euro. Ohne Ei oder Fleischeinlage ist die Suppe vegan und gibt richtig Power für den ganzen Vormittag. Den hohen Ingwer-Gehalt muss man zwar mögen, aber gesundheitlich kann man den Tag nicht besser starten.

Phuket Airport Breakfast Khao Tom Soup - Image Credit: Jana Brot, Catch Life
Phuket Airport Breakfast Khao Tom Soup – Image Credit: Jana Brot, Catch Life

In der gut sortierten Suppenküche gibt es frisches Trinkwasser und alles zum Würzen und Schärfen kostenfrei dazu. Ich habe hier die Chilli-Soße in der Nase. 

Unsere erste Kokosnuss

Als wir gegen 8:00 Uhr unserer ersten Unterkunft, dem Baan Rom Pruk ankamen, waren wir zuerst einmal die großen Rucksäcke los. Unser Zimmer sollte gegen mittag fertig sein, also sind wir erst einmal in Richtung Strand gelaufen und haben die Gegend erkundet. Der Weg führte uns direkt durch eine kleine Tempelanlage, danach ein paar Hostels und fünfhundert Meter weiter der Strand. Viel los war hier nicht, aber eine frische, gekühlte Kokosnuss gab es auf dem Weg. Wir haben inzwischen über 100 getrunken, aber an diesem Tag war es eine neue Erfahrung.

Durch die Öffnung der Kokosnuss passte nur ein Strohhalm. Jana wollte aber unbedingt an das Fruchtfleisch und so endete der Kampf in einem 1:0 für Jana. Wenn es um Essen geht, versteht sie keinen Spaß.

Die erste Kokosnuss schlürften wir übrigens ohne es zu merken im Sirinat Nationalpark. Vor 9:00 Uhr gab es weder eine Kasse noch Schranke und der Weg zum Naiyang Beach war fast menschenleer. Von der Einsamkeit an einem Strand, der so nah am Phuket Airport liegt, waren wir überrascht. Vom vorweihnachtlichen Flugbetrieb am Phuket Airport haben wir nicht viel mitbekommen. Die Geräusche der Wellen und des kleinen Urwalds überdecken den Fluglärm vollständig. Wir fanden den Naiyang Beach wunderschön und sind froh, dass wir an diesem schönen Ort gestartet sind.

Über den Sirinat Nationalpark und den Naiyang Beach lest ihr im folgenden Artikel bald mehr. Hier nur ein kleiner Einblick.

Unsere erste Unterkunft

Für die ersten Tage unserer Reise haben wir uns eine luxuriöse Unterkunft mit Klima und eigenem Bad gegönnt. Den Bungalow hatten wir bereits in Deutschland über Airbnb gebucht. Mit 25 Euro pro Nacht übersteigt das eigentlich unser komplettes Tagesbudget, aber wir wollten nach dem Flug erst einmal einen bequemen Start. Es ist in unseren drei Monaten Thailand die teuerste und zugleich sauberste Unterkunft geblieben. Wir haben es aber so genossen, dass wir drei Tage länger geblieben sind als geplant. Wir empfehlen das Baan Rom Pruk gerne weiter.

Die Terrasse vor unserem Bungalow haben wir am ersten Abend aber nur kurz genutzt. Die Moskitos waren sicherlich sehr erfreut so unerfahrene Opfer stechen zu dürfen. Uns hat es erstmal nach drinnen gezogen. In Kürze verraten wir euch in einem neuen Artikel was wir in den Monaten in Südostasien über die Moskitoabwehr gelernt haben.

Unsere Freunde, die Geckos

Hausgeckos gehören zu jedem guten Haus, sie schützen uns vor Moskitos

Also haben wir uns früh in unseren Bungalow zurückgezogen. Dort hatten wir nicht nur eine Glastür zum Zuziehen, sondern entdeckten auch zum ersten Mal unsere neuen Haustiere, an dessen Anwesenheit wir uns gerne gewöhnt haben.

Gecko in Phuket, Thailand Hausgecko
Gecko in Phuket, Thailand Hausgecko

Sie verschlingen täglich eine Vielzahl an Moskitos und wir sind ihnen so dankbar, dass sie im bald schon einen eigenen Artikel auf Catch-Life bekommen.

In der ersten Nacht hat es uns erst einmal ausgereicht, nach den kleinen Mitbewohnern zu googeln ähm zu ecosianen* und herauszufinden, dass sie uns nur Gutes wollen.

*Ihr wisst, wegen der Bäume

Unser Essen fast vergessen

Mittags haben wir uns für den schnellen Hunger etwas im Sirinat Nationalpark gegönnt. Fried Vegetables, also gebratenes Gemüse und Morning Glory mit Reis für zusammen 120 Baht, etwas über 3 Euro. Das Wasser war kostenfrei, ein Vorzug an den wir uns bei Straßenküchen nur allzu gerne gewöhnt haben. Über Morning Glory und Straßenküchen erzählen wir euch bald mehr.

Unser erstes Abendessen waren gebratene Nudeln mit Gemüse, vegetarischer Reis und zwei Eistee für ebenfalls 120 Baht auf dem Heimweg.

Am nächsten Morgen sollten wir aber noch günstigere Preise kennenlernen. Wir sind nur ein paar Hundert Meter gelaufen und haben für zwei Khao Tom Suppen, 1 kg Bananen, zwei Kaffee und vier süße Stückchen (mit unseren nicht vergleichbar) insgesamt 90 Baht bezahlt. Wie gut und günstig wir in den folgenden Tagen gegessen haben und vieles mehr über den Naiyang Beach, den Sirinat Nationalpark und die Umgebung erzählen wir euch im nächsten Artikel.

Fried rice pad thai - erstes thailändisches Abendessen
Fried rice pad thai – erstes thailändisches Abendessen
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